Verfasst von: Alexander | Juni 13, 2009

Mein neuestes Trauma.

Schrecklicher als alle Alten zusammen. In Ermangelung anderer abendlicher Aktivitäten habe ich mir gestern tatsächlich den Film „Super Mario Bros“ angeschaut.

Ich bereue jede Millisekunde.

Der  Film war mir ein Begriff, ich wusste noch wie das Micky Maus Magazin diesen Film in den Himmel gelobt hat.

Ich dachte damals schon als Kind: Was zum Teufel ist DAS denn?! Und dabei kannte ich nur Screenshots aus besagtem Micky Maus - Heftchen, das Franchise kannte ich nur aus Super Mario World und Mario Kart, meinen ersten Spielen überhaupt.

Und dennoch, ich wusste genug über das Universum des bunten Klempners, um zu wissen, dass die Regiseure NICHTS darüber wussten.

Welch Glück, dass ich damals nicht ins Kino konnte (erst ab 12  freigegeben) sonst wäre der Rest Kindheit der mir noch blieb wahrscheinlich ganz den Bach runter gegangen und ich wäre heute ein wahnsinniger Massenmörder, der in einer Albhöhle haust…

Über die Jahre hab ich den Film vergessen oder verdrängt; mit Anbruch meines persöhnlichen Internet-Zeitalters (erst 3 Jahre her) habe ich dann wieder von ihm gelesen, vernichtende Kommentare.

Es gab die Versuchung, ihn mir bei Youtube anzusehen.Aber ich wollte nicht. Ja, ich wollte nicht. Genauso wenig, wie ängstliche Menschen nachts eine Abkürzung über den Friedhof nehmen, genauso wenig wie das Schwein zum Metzger geführt werden möchte.

Und nun ist es gestern also doch passiert.

Würde ich so bloggen, wie ich früher gebloggt habe - mich auskotzen würde ich, in üble Fäkalsprache verfallen, rumschreien, etc.

Aber ich mache es nicht. Warum? Ich bin noch zu schockiert.

Zu schockiert von diesem cineastischen Albtraum. Wenn man mir die Wahl lassen würde zwischen einem realen Horror-Video ala „The Ring“, welches mich nach einiger Zeit um die Ecke bringt und diesem Film, ich würde das Fluchvideo wählen. Ohne zu zögern.

In diesen unheiligen Stunden, in denen ich diesen Post verfasse, lege ich eine Schweigestunde ein. Ich rufe sämtliche Menschen, die diesem Film je ausgesetzt waren, dazu auf mitzumachen.

Auf dass so etwas nie wieder geschehen möge…


Antworten

  1. Nix da, der Film ist astrein. Ich verteidige den, wo immer ich einen Verriss finde. Das Setting muss einem nicht gefallen, aber die Ausstattung ist nun wirklich erstklassig und der Humor ist Hammer. Mario Mario und Luigi Mario, geiler geht’s nicht. Ich habe den damals übrigens tatsächlich im Kino gesehen :-)

  2. Ich muss sagen, wenn man sämtliche Erinnerung an die Spiele aus seinem Kopf streicht, könnte er erträglich sein. Man könnte es als künstlerische Adaption des Stoffes sehen, so wie das Tell-Stück welches ich vor einigen Jahren sah, in welchem der Landvogt eine Frau ist und auch sonst viel radikal verändert wurde.

    Aber dann kommen mir einfach wieder Gedanken an die Vorlage. Und dann will ich weinen.

    Was ich noch vergessen habe zu erwähnen ist, zur Zeit gibt es noch ein weiters „Vergewaltigungsopfer“ in den Kinos: Dragonball.

    Könnte Mario noch toppen.


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